Störgeräusche 2.0

Selbstanalyse (Pt. 3b)
"Vorausgehender Möglicherweise-Artikel": Störgeräusche

Eigentlich, welch schönes deutsches Wort - eigentlich. Ja, eigentlich wollte ich den heutigen Tag nutzen, um eine Verschwörungstheorie zur Hippie-Kultur herauszuarbeiten, eine mögliche Fortsetzung jener Verstörung mit dem ominösen Titel "U+16C9 vs. U+262E". Irgendwann dazwischen war die Suche nach Zittergras angedacht. Tatsächlich tat ich beides nicht, weil ich zu spät aufstand, das Wenige vom Morgen nichts dafür hergab und der Nachmittag getragen war von Regengüssen und einem Gewitter. Poaceae fand ich zwar, es war mir aber zu nass.

Prosaischer Reflexionserguss - Höllenwoche

Reflexion (Pt. 8)


Die Urlaubszeit ist den Bürgerlichen liebste. Die Sesshaftigkeit wird temporär aufgegeben, die Heimat hinter sich gelassen. Kein Ort scheint unerreichbar. Umso ferner und wesensungleicher, desto vereinbarer mit dem befremdlichen Vorstellungen eines kurzatmig Reisenden, dessen Weg zum scheindomizilen Platz nicht das Ziel ist. Trieblose Treibgründe einer unkulturellen Ausprägung nahezu anti-holistischer Bipeden. 
Als Teil dieser zeitgeschichtlichen Epoche ohne Mehrwert - in alle Richtungen - bin ich der Sache überdrüssig. Tatsächlich betrachte ich mich als Be-obacht-er, auf seltsamste Weise neugierig erregt, desinteressiert beim Spiegel des Einheitswahns, fasziniert beim Blick durch das Glas, hinter dem sich das detailverliebte Nebensächliche in allen Quarks und Atome versinnbildlicht.

Blogparade: Gesellschaftskritische Songtexte, die dich zu einem besseren Menschen machen

Selbstanalyse (Pt. 21)


Das Blog "Pflücke den Tag" wird unter einem Decknamen geführt, der da heißt: Miss O'Laugh. Bereits am 28. Juni bestätigte ich meine Teilnahme an Ihrer Blogparade, allerdings mit dem Hinweis, dass ich erst im Juli dazu kommen werde. Und so war es auch, nur zum Schreiben eines Blogposts kam ich im abgelaufenen Kalendermonat nicht. Tatsächlich fühle ich mich bei der Niederschrift meiner (Bilder-)Gedankensammlung diesen just ausgesetzt, waren sie doch nicht tiefgreifend genug. Ich werde aber trotzdem mein querdenkerisches Sein spontan dazu nutzen, um einen anständigen Beitrag abzuliefern, wenn auch mit Verspätung. 
Vorweg: Die Blogparade läuft noch bis zum 05. August (2017). 

Quadruped'sche Reflexion (postfaktisch-bioptisch), Teil 5

Reflexion (Pt. 7e)




Prolog: Das Vorschaubild ist das letzte aktuelle Bild meiner Hündin Selma, das der virtuelle Leser sehen wird. Aus menschlich-moralisch-palliativen Gründen werde ich keine Bilder mehr einstellen. Gefühlt ist es 5 vor 12. Vor 7 Jahren habe ich mich schon gegen Therapiehundearbeit in hospitälen Einrichtungen ausgesprochen und für mich entschieden in solchen Häusern niemals mit meiner Hündin Adelhaid aufzuschlagen. Wohlgemerkt war das eine persönliche und für mich weltliche Entscheidung, und aus Gründen, die ich nicht erläutern werde.
Es kostete mich in den letzten 4(/5) Blogposts erhebliche Überwindung über alles zu schreiben, weswegen ich wohl das Unwohl der Dinge nicht aus eigenem Blickwinkel aufsetzte. Ich stehe nicht zu dieser Linie, aber ich vollende sie bis zum absehbaren Ende. Ich bin mir durchaus bewusst, dass das weder etwas rechtfertigt, noch als Entschuldigung anzusehen ist.

Quadruped'sche Reflexion (postfaktisch-bioptisch), Teil 4

Reflexion (Pt. 7d)


Prolog: You could die but you're never dead - RHCP, Parallel Universe. Man könnte sterben, ist aber niemals tot. Ich weiß nicht, wer den Song geschrieben hat (wahrscheinlich John Frusciante), aber vielleicht - und das dachte ich mir bereits damals ("damals" war 1999!) - hat derjenige von einer einfache mongolische Weisheit gehört, die übersetzt so lautet: "Jeder stirbt, aber keiner ist tot."
Überlegungen dieser Art werden den 4. Teil mit Bildern durchziehen*, nicht jedoch mit Worten. Beim Menschen würde man sagen, es sind Gedanken vom Krankenbett. Hunde schlafen aber gewöhnlich nicht in Betten und natürlich nicht erhöht, was im Übrigen Menschen auch nicht tun sollten [Link]. Krank ist die werte Frau Quadruped.in auch nicht, aber das Unausweichliche kommt mit jedem Teil näher - bei ihr, bei mir und bei jedem von uns. Übervorsorge ist indes nicht nötig, denn niemand ist ja jemals tot, wie auch?

Quadruped'sche Reflexion (postfaktisch-bioptisch), Teil 3

Reflexion (Pt. 7c)

Prolog: Er wusste gleiches wie ich in meiner anfänglichen Skepsis [s. BilderGedanken], und handelte möglicherweise ebenso verkehrt - in jedem Fall seine Nachfolger. Der Begriffspräger des fachlich heute benannten Wortes "Karzinom", Hippokrates von Kos, erwähnte einst über die Tumorerkrankung (- die sich im Körper bereits ausbreitet -) folgendes: "Diese Geschwüre lasse man als Arzt am besten unbehandelt, weil die Patienten so länger leben."
Auf dem Weblog "Mister Moncici" fand ich dazu ein erweitertes Zitat von Hippokrates, das es gut trifft: "Für die Tumorerkrankung ist besser keine Verbrennung oder Behandlung von Messer zu verwenden. Wenn es verwendet wird, stirbt der Patient. Falls nicht verwendet, kann der Patient länger gehalten werden und sogar sich selbst heilen."
Diese Vorgedanken sollen Genüge tun für den Übergang zum 3. Teil der Tagebuchreden meiner ungarischen Bracke mit anaplastischen Karzinom am Gesäuge.

Quadruped'sche Reflexion (postfaktisch-bioptisch), Teil 2

Reflexion (Pt. 7b)



Prolog: Wie das Leben nicht einfach ist/sein kann, so auch mitunter das Streben nach dem Sterben. Bislang strebe weder ich noch sie, meine Hündin Selma, danach von in diese Erde zu scheiden. Wer von uns beiden näher am Ableben ist, kann man nicht sagen - zwischen einen Sonnenaufgang und ihrem Untergang kann viel passieren, sowie auch in der Dunkelheit dazwischen. Lassen wir sie also weiterhin ihr Tagebuch füllen, ich fühle derweil mit ihr.

Quadruped'sche Reflexion (postfaktisch-bioptisch), Teil 1

Reflexion (Pt. 7)


Prolog: Berichte über Selmas Tod (durch Einschläferung) wurden stark übertrieben. Der Freitod ist wohl nur dem Menschen beschieden. Andere Säuger kennen ihn nicht. Die freie Entscheidung zur Aufgabe, vielmehr Hin- oder Abgabe, des Leibes, den man so lange und soweit über die Erde trug, hat jedoch jedes Lebewesen. In dieser Auswahlsituation stand nicht nur ich in der letzten Woche, sondern auch mein Hund. Lassen wir sie reflektieren, auf ihre Art.

Schlüpfrig, schwarz

Reflexion (Pt. 6)


Diese Erzählung ist hier fehl am Platz. Es wäre etwas für mein gesprochenes Blog. Doch wenn Bildergedanken schwarz sind und der IC-Recorder ausbleibt, muss ich reflektieren, vielleicht mit einem gesellschaftskritischen Blickwinkel aus eigener Sicht (wie auch sonst? - sic!). Mich an vergangene Dinge zu erinnern, fällt mir normal leicht, wenn ich Bilder habe. So bleiben nur die Worte. Viel Vergnügen bei der Lesung der Lektüre.

4 3 2 - ein Satz

Selbstanalyse (Pt. 20)


Ich habe in mir gelesen, nicht so wie ich auch hineingelesen habe in das neue Werk von Paul Austers namens 4 3 2 1 (...). Und doch empfehle ich es zu versuchen: Klickt hier und geht auf Seite 36. Fangt beim letzten Absatz ("Mildreds Hilfe kam in Form...") an zu lesen, lest bis ein Punkt kommt. Es werden 396 Wörtern folgen, 2137 Zeichen, die Absätze habe ich nicht gezählt. Ein Satz!
Mir wird ja auch gelegentlich nachgesagt, ich würde langatmige Sätze formulieren, nicht so kunstvoll wie der obig erwähnte Autor, eher verworren und umschlungen. Und doch versuche ich mich mit dieser Selbstanalyse daran. Nein! Ich versuchte mich daran. Das dabei ein deutliches Mehr dabei herumkam, war mir beim Schreiben gar nicht bewusst, ist es aber jetzt. Ich bin erschüttert!

Faulheit

Selbstanalyse (Pt. 19)


Aus purer Faulheit heraus schreibe ich heute einen Post über die Faulheit. Und diese besondere Art der Faulheit schlägt sich auf mein gesamtes Dasein um. Warum sie so besonders ist und mich stark beeinflusst werde ich im weiteren Verlauf erklären, wenn ich nicht zu faul dazu bin.

Im Vorfeld war ich sogar recht fleißig und habe mal meinen Blog aus Faulheit heraus nur mit eben jenem Wort durchsucht, also nicht nur mit dem Wort "faul", denn dafür war ich wiederum zu faul. Andererseits habe ich mir jeden Post mit dem Wort "Faulheit" reingezogen und per Strg+F danach gesucht. Das war so langweilig, das ich es wieder ließ. 

Die Faulheit durchströmt mich jedenfalls sehr gut in der Nacht, obgleich da meine Gedanken klarer fließen als am Tage, wenn die ganze Welt irrsinniges Zeugs denkt. Ich tue das dann auch mitunter und werde dadurch faul. Wenn ich heimkomme war ich vorher - fort, also - in der Öffentlichkeit. Und da trägt man halt so Kleidung am Körper, die einem nicht so sehr auffällig macht, also ich tue das so. Ich hülle mich in Jeans für die Beine und in einem Hemd für den Oberkörper, dazu ein zweites Paar Füße (Socken) für die Füße, so dass die 2x2 Paare Füße dann in andere Füße schlupfen können (Schuhe). Am Oberkörper trage ich grundsätzlich zwei Umhüllungsstücke, so folgt ein T-Shirt unter dem Hemd, egal wie warm es ist. Daheim trage ich solche Sachen natürlich nicht. Das hat vielerlei Gründe; keinen davon denke ich erklären zu müssen.  
Ich komme also heim und dann beginnt es - die Faulheit schlägt gnadenlos zu. Ich bin eine Stunde da, bin eine weitere daheim. Manchmal auch noch eine, also drei gesamt. Und was hat sich geändert? Nichts. Ich schicke mich weiterhin an diese Öffentlichkeitskluft am Körper nicht abzulegen und fortwährend zu tragen.
Und genau das ist der Punkt, genau das ist meine besondere Art von Faulheit. So etwas lasse ich zu, passiert es doch "nur" zur nähernden Abendstunde, niemals am Tag. Sollte ich beispielsweise mal am Morgen oder am frühen Nachmittag unterwegs sein, lege ich die Kleidung nach der Heimkehr sofort ab und ersetze sie nötigenfalls durch gemütliche Hausklamotten. 

Das war jetzt nur ein Beispiel, und meine Faulheit hofft, dass es gut war. Man kann vielleicht ein wenig zwischen den Zeilen lesen, das empfiehlt sich bei mir generell oft bis immer. So ganz direkt sage/schreibe ich wohl kaum etwas, gut möglich aufgrund der Faulheit. Das würde nämlich einen anschließende Diskussion hervorrufen, die mir zu lange werden könnte, weil meine klaren Worte stets mit der mir gegebenen Sprache immer sehr seltsam aufgefasst werden könn(t)en. 
Ich will jetzt noch mal ein kurzes, aber aktuelles Beispiel hervorbringen. Gerade eben zwicken mich beim Schreiben zwei Dinge: ich muss aufs Klo und mir ist zu warm. Die Hitze könnte ich ändern, indem ich das Fenster aufmache. Das ist ungefähr zwei Schritte von mir entfernt, na ja, einen oder einen sehr langen Arm. Aber dazu bin ich zu faul. Die Ausscheidungsgeschichte ist da ungemein schwerer, erfordert sie doch eine wirklich weite Entfernung von meinem Aufenthaltsort. Also negiere ich beide Bedürfnisse und bleibe sitzen, schreibe weiter, denn dafür bin ich gerade nicht zu faul. Ich habe eher Befürchtungen, dass dieser Post zu lange werden könnte, wenn ich weiterhin unsinniges Zeugs in das technische Gerätlein tippe. Aktuell weiß ich nicht mal, ob es überhaupt einen Wertgehalt hat.

Wenn sich jemand in dem Text irgendwie wiederfindet, dann darf man sich die Frage stellen, wo die Faulheit ufert, wo sie begründet liegt. Wo hat die Faulheit ihre Heimat, ihren Ursprung? 
Man muss bei dieser Frage wirklich unterstreichen, dass wir gerade eben nicht über die Faulheit des Denkens reden, sondern um eine gegenwärtige Faulheit des Leibes und der Umsetzung. Es ist nicht einmal eine Faulheit des Wollens, sondern eine Faulheit aus einem Umstand. Ich nötige mich jetzt dazu ein Beispiel zu bringen: Liegen zwei Liebende zusammen... den Rest denkt sich der Leser, ich bin zu faul es zu beenden. 

Bei mir verhält es sich dann so, dass ich das Gegebene gerade sehr genieße. Ich verweile im Zustand der "Seligkeit" [ein ungeschicktes Wort - weil erklärungsbedürftig - ich wollte aber jetzt kein anderes suchen oder es näher beleuchten]. Dafür bin ich auch bereit nichts zu tun, um ihn/es nicht aufzugeben, wenn auch nur für eine kurze Zeit. Es ist für mich wie die Loslassung eines paradiesischen Gefühls. Und vielleicht sind wir hier beim richtigen Ansatz. Zumindest im Hinblick auf die Kleidung oder einer Frischluftzufuhr mussten sich Adam und Eva keine Gedanken machen. 
Und weil ich viel zu faul bin das jetzt länger auszubauen, belasse ich es dabei. Die Faulheit hat gesiegt. Der Geist weiß die Antwort, mag sie aber nicht schreiben; Vielleicht ist sie einfach nur in drei Zahlen zu finden: 457.

Sommeranfang

Energie (Pt. 9)


Ein kleiner Querdenker ich bin. Kein Star Wars Fan ich bin. Schreiben ich aber kann. Schreiben ich aber heute nicht so will. Von daher ich mich heute kurzfassen wollen, ich versuchen. 

Mir kam heute ein kleiner Gedanke auf, eigentlich nicht heute, er reif schon ewig in mir. In einer Ausführung wäre es/er allerdings einer Verschwörungstheorie wert, "das ich aber nicht machen will, vielleicht weil nicht viel schreiben will". Last euch also einfach mal treiben in (m)eine kleine Vorstellung zur Sommersonnenwende [interne Querverweise: Energie FAQsWintersonnenwende].

In glaube (= ich weiß) und fühle die Kraft der Energie, die ein Mensch ausströmt. Ich kann sie auch sehen, wenn ich will. Das braucht ihr mir nicht glauben, denn das kann eigentlich jeder, zumindest das Fühlen. Bei mir ist das schon immer so gewesen. Und daher habe ich den Eindruck gewonnen, dass positive Energie nicht nur aus den Menschen ausströmt und sich in der Umgebung von ihm niederlässt, sondern vorher einen kleinen kosmischen Umweg macht. Das ganze Spiel dauert nicht lange. Die Energie des liebenden Menschen verlässt ihn und den Raum in dem er sich befindet. In kürzester Zeit kommt sie dann wieder zurück. Sie wird quasi reflektiert. Ich kann leider nicht sagen, wohin sie geht, aber ich könnte es mir vorstellen, denn es ist wie ein Gedanke oder ein gesprochenes Wort in Reinheit. Solche Dinge verschwinden nicht. Man kann sie nicht zerstören, aber man kann sie aufgreifen.
Zurück zur "Liebesenergie" des Menschen. Sie kehrt also innerhalb von Sekunden zum Ursprung zurück und gießt sich förmlich um ihn herum aus, je nachdem wie stark sie ist sogar in einem sehr großen Radius. Ich hab das selbst bei mir mal ausprobiert und hatte mehrere Kilometer erreicht. Die anhaltende Zeit dieser Schwingung habe ich nicht überwacht, aber es waren einige Tage. Das klingt jetzt sehr komisch, und vielleicht hört jetzt genau jemand auf zu lesen, aber das ist mir gleich. Wenn es mir nicht gleich wäre, würde ich auf meinen Eingangssatz in normaler Sprache verweisen, nämlich dass ich ursprünglich diesen Posts "tarnen" wollte.
Meine Theorie ist also erprobt und zumindest für mich und andere Fühlende keine Annahme, sondern eine einfache Wahrheit. Positive Energie strahlt nach oben und kehrt zurück, wo sie sich je nach Stärke ausbreitet. Ich habe dafür keinen Vergleich, ich denke ich brauche ihn auch nicht. 

Die Kehrseite der Medaille ist die Art von Strahlung, die aus einem Menschen herauskommt, der das Gegenteil von Liebe in sich wachsen lässt. Wahlweise kann man dafür natürlich noch andere Gefühlsworte finden, die eben nicht so ganz nett sind. Solche Art von Energie spürt natürlich auch jeder, und manche können sie auch sehen oder anders wahrnehmen. Auch hier habe ich "selbstspürend-/sehend" praktische Erfahrungen sammeln können; meine Feststellung war immer die gleiche: eine solche Art von Energie weicht aus dem Menschen nicht nach oben sondern zur Seite, nach vorne und hinten aus und ergießt sich nicht nach oben, sondern nach unten. Sie wird nicht prompt (oder überhaupt?) reflektiert von daher muss sie in die Erde eindringen. Dort bleibt sie aber nicht unentwegt, sonst wäre unser Planet bei so vielen Erdbewohnern irgendwann mal eine Abfallhalde für boshafte Energien. Das geht natürlich nicht. 
Was passiert also mit dieser Art von Energie? Die Antwort ist einfach: sie kommt wieder, aber in gebündelter und anderer Form. Vielleicht kann man von diesem Zeitpunkt an auch von einer Art Reflektion sprechen, sie ist aber dann sehr stark zeitverzögert. Die Erde befreit sich also von dieser dunklen Art von Energie. Sie tut das in einer Form, die jeder kennt und die in einem Begriff zu finden ist: Naturkatastrophen. 
Unter diesem Gesichtspunkt, also in meiner Anschauung, darf man aber nicht von einer "Natur (der Sache)" ausgehen, sondern man kann von "Menschenkatastrophen" sprechen. 

Betrachten wir diese Vorstellung total abstrakt - oder vielmehr so wie sie ist/ich sie schilderte -, kann sich wohl jeder nun irgendwie vorstellen, warum es im letzten Jahrhundert-/tausend vermehrt zu solchen "Katastrophen" kam. Mit ein wenig mehr Anstrengung kann man auch darüber nachdenken, warum wir heute kein "ordentliches Wetter" mehr erleben, das sich in unseren Breitengraden in den vier Jahreszeiten "widerspiegelt".
In einer Sache können wir uns jedenfalls einig sein: den Klimawandel haben wir uns selbst geschaffen, die Frage ist nur - wodurch tatsächlich? 

Alternative Heilfasten³?

Selbstanalyse (Pt. 18)


Andere Alternativen: Alternative Heilfasten? + Alternative Heilfasten²?
Ferner: Leo, der Entstehungstag & richtiges Fasten + Medienfasten

Der diesjährige Drang nach einer vorösterlichen, alternierenden Fastenperiode ist in mir zwar ungebrochen, doch steht er selbst nur noch in schmalen Lichtschein, wenn ich hier von meinen Eingebungen berichte, die ich mir nicht ersehnt, und dennoch erlebt habe. Welch glücklicher Zufall mich dazu brachte, wird später aufgelöst. 
Es waren nur 72 Stunden, aber es war weit mehr wert als die 40-Tage-Pseudo-Teilfastenkultur eines christlich geprägten, westlichen Weltverständnisses. Es ging eher in die Richtung einer schlafenden Askese ohne Praxiskenntnis und mit einer so freizügigen Regel, dass man gar nicht von einer solchen sprechen kann. Mit anderen Worten: es kann jeder nachmachen, vorausgesetzt es trifft der glückliche Zufall ins Schwarze; dann können die Tage auch dunkel wie die Nacht und doch so hell wie ein Sommertag am Nordkap in den Monaten der Mitternachtssonne werden.

Kalt wird es mitunter, warm auch, sogar so warm, das einem der kalte Schweiß herunterströmt; wenn man allerdings Kleidung trägt, kann er das nicht und so wird diese nass, die Kehle dagegen bleibt trocken. Das Verlangen nach Durstlöschung ist wohl wahr vorhanden, aber die Anstrengungen dem nachzukommen, erschließt sich dem Geist nicht, der Körper ist zu träge, er hat andere Aufgaben. Er verlangt nicht viel, eines aber mit Sicherheit nicht: die Zuführung von Speisen. Er kommuniziert so eindeutig, er treibt in seinen Wünschen so klar, das nur eines bleibt: die unmittelbare Fügung. Nichts hat gemieden zu werden, denn es besteht überhaupt kein Verlangen. Wer mal eine Zeitlang ohne Rauschmittel auskommen will, der findet sich in diesem Wesenszustand. Der Minimalismus kehrt ein, der eigene Besitz verliert an Wert, man wird freiwillig genügsam. Lediglich ein Plätzchen braucht es, wo man sich bettet. Es muss nicht komfortabel sein, ob hart oder weich, ob warm oder kalt, nun ja, man wird die Wärme zuweilen bevorzugen, aber jeden Umstand über sich ergehen lassen. Auch der Sinn nach Körperpflege schwindet mit jeder Stunde, man denkt nicht mal daran. Diesen Zustand sollte man auch nicht trotzen, denn er wird nicht lange währen - die unmittelbare Fügung wird unbarmherzig zuschlagen, und doch so fein wie grob die Materie auch sein kann. 

Man braucht keinen Wald oder eine Wüste, man meidet die Gesellschaft aus freien Stücken. Es zieht einen wie ein Magnet immer wieder zurück in die Abgeschiedenheit der eigenen Existenz. Gehorsam hören wir auf die unmittelbare Fügung, sie wird zu unserem strengen Mentor. Unser Drang zur Kommunikation ist niedergelegt, der Blick in die materielle Erscheinungswelt so getrübt, dass wir sie gar nicht mehr als existent empfinden. Die Notwendigkeit packen wir am Schopf wie eine Gelegenheit, die wir in der Ruhe des Seins unser Verkörperung erkennen. Wir müssen nicht auf Schlaf verzichten, denn er wird uns überkommen, die Träume dagegen bleiben fremd und fern, wenn dann verschwimmen sie mit der neu gewonnen Sicht einer eingeschränkten Welt, die im Außen endet und im Inneren beginnt. Das hat und trägt viel Gutes. Der Freiheitsdrang zur körperlichen Ertüchtigung schwindet auf ein Maß der unfreiwilligen Bedürftigkeit, der sich in den wenigen wachen Momenten manifestiert, und deutlich geringer geschätzt wird. Züchtigung und der Antrieb zur Auslastung bis hin zu körperlichen Schmerzen setzen aus, denn sie setzen ein, wenn wir uns gegen die unmittelbare Fügung stellen. Und so lege wir uns wieder nieder, tauchen ein in eine neue, und doch so alte Erfahrungswelt.

Braucht es mehr Erlebnisse als die beschriebenen in einer Fastenperiode? Kann es überhaupt mehr Eindrücke geben, die in so kurzer Zeit erlebt und im Nachgang verarbeitet werden können?
Wer gerne selbst so etwas erleben möchten, denn kann ich jetzt den glücklichen Zufall übergeben. Dabei bitte ich nicht enttäuscht zu sein, denn jeder hat ihn wohl schon selbst mal erhalten. Es gibt auch nur eine Rat: die unmittelbare Fügung verlangt Fügung, dann kann einer Grippe nichts mehr im Wege stehen.
Gesunde Askese kommt wohl mit einer Krankheit ... oder:

"Durch Enthaltsamkeit und Ruhe werden viele Krankheiten geheilt."
(Hippokrates von Kos)

Blogparade: Mein absurdestes Reiseerlebnis

Selbstanalyse (Pt. 17)


FSK ab 16 Jahren!
(Obgleich: der Eintrag ist eh so lange, den liest keiner, der jünger ist.)

Seit meiner Medienfastenwoche habe ich keine Selbstanalyse mehr geschrieben, von daher: vielleicht gelingt es mir hiermit. So oder so, der Blogpost ist, wie der Titel es verrät, mein Beitrag zu einer Blogparade von "Ich konnte den Hund noch nie leiden". Ein voll toller Reiseblog von Tim, den selbst ich als "Urlaubsgegner" nur empfehlen kann. Diesen Link in den Gänsefüßchen würde ich gleichsam mal vorschieben, will man wissen, wie ich es mit (dem) Reisen so halte. 

Wer es nicht lesen will, ich fasse mal ein wenig zusammen, bevor die Geschichte beginnt.
Anschauung #1: gehe nur dorthin in Urlaub, wo du wirklich entspannen kannst
-> ergo: verweile lange Zeit, sonst ist es per eigener Definition kein Urlaub
Anschauung #2: 1 Woche Fußmarsch = die max. Entfernung zw. Heimat- u. Urlaubsort
Anschauung #3:  kenne den Rückweg (ohne Hilfsmittel der Technik)
Anschauung #4: suche nicht das Glück (, finde es)
Anschauung #5: 0815-Sachen turnen mich ab

Und jetzt noch ein "Geheimnis": Hätte ich keine Hunde, gäbe es diesen oder diesen Blog nicht, und auch logischerweise keine Homepage. Ich wäre seit Jahren schon auf Reisen. Die dauerhafte Sesshaftigkeit ist kein Freund von mir (hauseigene Empfehlung: Autarkie ist nicht das non plus ultra). Ich bevorzuge das Teil-Nomadendasein, welches mich in kreisförmigen Märschen immer wieder an die heimatliche Stätte zurückführt. Leider war mir das bislang in diesem Körper verwehrt. Der Tag soll aber noch kommen.

Und trotzdem gab es in meiner Vergangenheit (15 Jahre ist es her) eine Zeit, wo ich - sagen wir zwangsgebunden - hin und wieder Reisen unternahm. Selbstredend immer spezielle Trips zu seltensamen Plätzen; und genau einen solchen möchte ich jetzt in aller Freiheit beschreiben, auch wenn es meine Person womöglich in ein schlechtes Licht bringen könnte. Aber sei's drum, möge die Geschichte beginnen, inwieweit sie auch wahr ist.


Es war einmal... Anfang Juni 2001, der ausersehnte Urlaubsort sollte ein Hare-Krshna-Tempel im niederbayerischen Jandelsbrunn sein (hier als Verschwörungstheorie missbraucht), idyllisch gelegen in bauernhöfischen Strukturen. Kurzum: mitten in der Pampa, abgeschirmt von jeglicher Zivilisation. Das ist ein geiler Ort um richtig guten Krshna-Brennstoff zu rauchen, lassen wir es laut Deutschem Gesetz grenzwertig sein, auch wenn es freigeistlich erscheint. Es hat eben einen Vorteil: es macht den Kopf frei. Es hat auch einen Nachteil: man kommt auf dumme Gedanken, die in dieser Umgebung eigentlich völlig fehl am Platz sind. Man geht ja da nicht hin, um sich Zuzudröhnen, sondern eher um seine spirituellen und andersartigen philosophischen, religiösen und theologischen Anschauung zu vertiefen, den eigenen Horizont in Gefilden zu treiben, die einem das Nirwana (निर्वाण) näherbringen, als es einem vielleicht lieb und recht ist. Kurzum²: man stößt an seine Grenzen - auf geistiger Ebene.  
Jetzt könnte man sagen "Ja gut, der Vorteil ist eher ein Nachteil und der Nachteil ein Vorteil", aber das war leider nicht so. Ich will also erklären...

"Die Vorsehung treibt manchmal seltsames Spiel", sagte ich meiner damaligen LAG. Die Wahrheit hinter dieser umschwollenen Formulierung ist dagegen eine Einfache. Das zu verrauchende Willkommenskraut am Lagerfeuer außerhalb der Siedlung kam nicht von einem Anhänger dieser Gemeinschaft. Der Typ hat sich da mal niedergelassen, weil er in seiner Heimat nicht mehr wohlgesonnen war; mit anderen Worten: er wurde von der Gendarmerie gesucht, nicht für Spaß wohlgemerkt. Er war also ein Schluchti im Land der Niederbayern und de facto gerade als Krshna-Jünger getarnt. Diese nette Gestalt kannte ich aus einer noch unschöneren Vergangenheit. Seine Anwesenheit war für mich nur insoweit überraschend, dass er es tatsächlich dorthin schaffte. Demnach handelte ich in meiner pragmatischen Art - Planerfüllung war angesagt. Meine LAG sollte aber nicht zu kurz kommen. Daher schickte ich den Burschen mit einer weiteren Mission auf Reisen. Ausgemacht war eine Rundfahrt durch das schöne Österreich, mit meinem Auto. Zurückkommen sollte er mit reichlicher Beute, die mir auch zu Hause das Nirwana so nah bringen würden, als ob ich noch im Urlaub bei den Krshnas wäre. Nicht nur Rauchzeug, das wäre zu langweilig, das wäre nicht dienlich. Gewinnbringend sollte es ja schon auch irgendwie sein.
Damit meine LAG nichts von diesen dubiosen Geschäften mitbekam, wurde seine Aufgabe etwas anders definiert bzw. gar erweitert. Er sollte aus Österreich von seinem Onkel, der Hundezüchter war - und gerade einen Wurf Welpen hatte -, eine hübsche Brandlbracke mitbringen. Damit war auch klar, warum mein Geldkuvert so dick war, seine Anzahlung war damit erklärt. Meine Skepsis hingegen war in meinen jungen Jahren schon gut ausgeprägt, und so erwartete ihn noch eine weitere Last. Damit ich sicher gehen konnte, dass er auch zurückkehren würde, musste er einen jungen Burschen von 15 Jahren mitnehmen, den ich schon von einem Besuch aus dem letzten Jahr kannte. Die Familie lebte nicht im Krshna-Dorf, aber war gewissermaßen ein Teil der Bewegung. Dessen Mutter überzeugte ich schnell, war doch der Hofhund vor kurzem verstorben, dem der Junge so nachweinte. Damit hatte mein österreichischer Geschäftspartner zwar ein weiteres Problem an der Backe, aber das war mir egal. Den Aufpreis würde ich ihm entlohnen.

Wer noch dabei ist, gut. Wer alles überlesen hat, auch okay. Der springende Punkt kommt nämlich jetzt: mein Auto - ein Golf Madison mit ordentlich PS - war nicht mehr in den besten Jahren. Es hatte Probleme mit dem Kühlhaushalt seines brennstoffbetriebenen Motors, kurzum³: bei Stadtfahrten qualmte es aus der Haube, gleiches auch bei Spritztouren auf der Autobahn, wenn man Bleifuß mit dem Gaspedal spielte. Der Kurierfahrer hatte also die strickte Order von mir bekommen, dass er milde mit meinem vierrädrigen Vehikel umgehen solle. Anderenfalls würde er in sein eigenes Nirwana eintauchen, das ihn wohl hinter schwedische Gardinen bringe, so meine Prophezeihung. Damit war meine Ansprache, meine letzte Predigt an ihn beendet. Alles war abgemacht, und alles was ich noch roch, war Rauch aus dem Auspuff. Alles was ich noch hörte, waren quietschende Reifen aus der Ausfahrt des Krshna-Dorfs, ein aufheulender Motor. Alles was ich sah, war ein Schluchtenscheißer, der aus dem offenen Fenster meines Madisons grölend mit Handgebaren auf sich aufmerksam machte. Der 15jährige stimmte in diese ausgelassene Lebensart ein, seine Hände sehe ich noch heute aus dem Schiebedach winken. Das war es. Geistig war ich nicht mehr im Nirwana. Vor meinem inneren Auge sah ich mich schon vor einem Bahnhofsschalter, zwei Tickets für die Rückfahrt lösen.

"Den sehen wir nie mehr" sagte ich meiner LAG, und behielt Recht, um es kurz zu machen. Doch sie war voller Zuversicht. Der Welpe war schon in den Brunnen gefallen, aber sie hielt ihn noch (oder schon) gedanklich in den Händen. Dieser Illusion gab ich mir nicht hin, dafür eine Woche Auszeit in jener wunderschönen Umgebung. Gute Luft, bezaubernde Menschen, nette Nutztiere (oder umgekehrt). Dickmilch empfehle ich jedem, der nicht vegan lebt, und selbst denen. Ich war damals noch Vegetarier und muss klar sagen: die Hausherren wusste sehr gut pflanzliche Leckereien zuzubereiten. Bei den Krshnas kann man dick werden oder abnehmen. Ich war von den vielen Gesprächen so geistig beansprucht, dass mir eher letzteres zufiel. Vielleicht spukte im Kopf auch immer wieder die Last mit ein, die ich zu tragen hätte, wenn es wieder per Zug nach Hause ging. Ich nahm ergo gefühlte 5 Kilo ab, meine LAG hingegen 5 Kilo zu, was ihr gut stand. 
Wie auch immer, es war einfach eine tolle Woche. Wir gingen auch mal aus, nach Passau, eine schöne Stadt. Bevor ich aber ins Nebensächlichkeiten abfalle, komme ich lieber zum Ende, ehe es noch zu langatmig wird.   

Dafür begeben wir uns mal gedacht hinter Wien, genauer gesagt irgendwo zu einer Autobahnumkehr hinter Neu-Wien. Dort streikte nämlich mein Automobil, seine Dienste der Beförderung nahmen hier ihr Ende. Nichts ging mehr. Eine Nacht verbrachten die beiden Reisenden im Wagen. Danach kam der ÖDAC, der ihnen eigentlich nur helfen wollte. Dumm war nur, dass mein Kurier keine Fahrerlaubnis bei sich trug, denn die hatte er mir als Pfand hinterlegen müssen. Dazu noch seinen Schlüssel zu einem stillgelegten Audi A4. Ich wollte unbedingt sicherstellen, dass er sich nicht mit der Beute auf und davon machte.
Tja, und was machen so fliegende Engel auch jenseits deutscher Grenzen, wenn sie einen Halbwüchsigen mit Rasterhaaren neben einem im weißen, ärmlichen Sherwani [Krshna-Gewand] antreffen, wobei sich letzterer nicht ausweisen konnte? Naja, sie rufen halt die Gendarmerie zur Hilfe. Hilfe war das jedoch nicht unbedingt für meinen Kurier. Sein Weg führte, wie von mir prophezeit, in das Kittchen. Der 15jährige durfte von seiner Mutter abgeholt werden.
Just nach dieser Hiobsbotschaft war ich auf und davon. Die Krshnas fuhren uns zum Bahnhof, der Zug fuhr uns in die Heimat und ein Kumpel sammelte uns am Bahnhof auf. Sein Auto durfte ich dann eine Woche ohne Bedingungen fahren, meinen Führerschein durfte ich behalten, man kennt ja so manchen Beamten, der einem die Weste wäscht. Der Madison wurde im Übrigen begraben, direkt vor Ort, ein 3-Generationen-Ausflug (Sohn/Vater/Großvater) nahm von ihm Abschied und machte einen schönen Kurzurlaub in und um Wien (nebenbei: der letzte meines Opas - so wie ich es damals schon meinem Vater prophezeit hatte). Der Hund wurde auch angeschafft, von einem Bauernhof aus der Gegend, ein Spitz-Mischling, ein wenig günstiger - 10 Euro DM [Deutsche Mark]. Ich taufte das Mädchen Narasimha - nach dem Tempel -, sie hieß letztendlich Hanna und starb vor 2 Jahren. Narasimha hieß dann eben mein Nachfolgefahrzeug, ein weißer Peugeot 204. Mein Entzug verlief in einer Woche brennend, alle waren glücklich, selbst meine LAG, nachdem sie alle Details von mir in Erfahrung brachte. Wir sehen uns heute noch regelmäßig, sie ist eine zuckersüße Muse. 


Insoweit bin ich durch. Ein absurder Urlaub? Vielleicht. Ein Happy End? Vielleicht. Ein bitterer Nachgeschmack ... bestimmt! Von daher, ein Wort, ein Komma, ein Punkt.
Eine Bemerkung als Ausruf: macht bei der Parade mit, es macht frei.

Ausgebrannt

Energie (Pt. 8)
"Three removes are as bad as a fire."
(Poor Richard's Almanack by Benjamin Franklin)

Es ist die Zeit, die mir die Kraft raubt, und es ist eine andere Zeit, die mir im Rücken sitzt. Nein, sie sitzt nicht, sie geht, sie rennt, sie läuft, ja sie sprintet mir hinterher, hetzt mich, will mich jagen. In ihrer Hand die Fackel des Feuers. Doch da ist eine dritte Zeit, die existiert und auf mich wartet, fortwährend besteht. Indes ist eine meiner Musen von der zweiten Zeit erwischt worden und hat mich kurz ausgebrannt. Ein letzter Kuss, eine letzte Umarmung, das war es in jener Zeit, es bleibt die dritte.  

Neben Hundeleine und einem für sich extra-ordinär-tragenden Flor-Totentuch auf den Kopf (bezeichnend damit gemeint ein schwarzes Bandana) begleitet ihm in seiner Tasche auch öfters mal ein sogenanntes Grablicht, dass er meist am Freitagabend dort entzündete, um es am Sonntagabend dann ausgebrannt in den dort aufgestellten Müllbehälter zu entsorgen.

Die eine Muse schafft das immer. Nur ihr gelingt es meinen Brandherd für ein paar Stunden zu löschen, mich auszubrennen sozusagen. Ich warte nun, Stunden, Tage oder Wochen. Dann werde ich all den Musen wieder begegnen, auch ihr. Sie haben keine Wahl, denn diese treffe ich. So hart es ist, so bitter es mich trifft. Denn auch mir verbleibt keine andere Entscheidungsmöglichkeit, will ich mir den freien Geist erhalten. 
Musen können ergo nicht nur inspirieren, sondern auch das Gegenteil bewirken. Ein Bein zum anderen, ein Fuß zum anderen Fuß. Der eine setzt den ersten Schritt, der anderen folgt mit dem nächsten, währenddessen der andere schon wieder ein wenig weiter ist. Eine mühelose Bewegung sieht so aus. Doch Musen schaffen mich auszubremsen. Beine und die dazugehörigen Füße stehen sodann nebeneinander. Und auch die der Muse sind gebannt, sie schmiegen sich an die meinen. Und so passiert es: die Muse trifft die zweite Zeit, der Verfolgerin meiner. Sie entzündet in ihr die Flamme und löscht die meine. Zwei dankbare Menschen in mitten der Zeit, die in jenem Moment still steht wie sie.  

Wer lebt, der brennt nicht zwangsläufig. Wer aber in sich einen Drang spürt, der wird irgendwo so heiß sein, dass es ihm wie ein Feuer vorkommt, welches kalt brennt und nie verlischt. Wer es nicht ins Außen lässt, wird wohl tatsächlich innerlich vergehen, es sei denn, er hat so eine Muse. Welcher Begriff passt da? 'Ausgebrannt' oder eher 'abgebrannt', gar 'erloschen'? Muss ein Feuer heiß sein? Muss Hitze zwangsläufig durch Feuer entstehen? Kann man sich nicht anders Wärme spenden?

Ich entwinde mich, setze einen Fuß voran, ich habe weiterzugehen. Die erste darf nie auf die zweite Zeit treffen, denn sie würde die dritte Zeit aufleben lassen; geschehe das, wäre alles ausgebrannt.   
  
"The world is full of fools and faint hearts; 
and yet everyone has courage enough to bear the misfortunes, 
and wisdom enough to manage the affairs, of his neighbour."
(Poor Richard's Almanack by Benjamin Franklin)

Windrad Gottes

Energie (Pt. 7)


"[Glauben] Glauben beginnt [soll im] im Kopf [beginnen]."


Das habe ich mal wo gelesen, hat mir mal jemand gesagt, vielleicht habe ich es auch nur beiläufig aufgeschnappt, gehört. Im Grunde ist es aber egal. denn ich habe es nicht gesehen, weder mit den Augen noch "[im Kopf]".
Und hier sind wir beim Thema: Warum kann man Gott nicht sehen? Bzw. warum sind die höheren Wesenheiten, wo und für wen auch immer, insoweit mystifiziert, dass sie dem heutigen Menschen, nicht sichtbar werden.


Das ist eigentlich eine voll einfache Frage. Bevor ich sie aber beantworte, überlege ich ein wenig über den Satz da oben. Ich über-lege wirklich, denn ich denke nicht darüber nach. So beinhaltet er (der Satz) als erstes Wort schon ein Wort, über das man ganz viele Worte verfassen könnte. Ein Bloggerfreund hat dazu mal eine ganz große Abhandlung geschrieben, in der auch folgender Satz zum Glauben fällt:
"An alles zu glauben ist so gut oder schlecht wie an gar nichts zu glauben."
(Quelle: 'Gedanken über die Religion und den Glauben', Seite 91 / bürgl. hrsg. v. Andreas H. Lux [Zor-El, Mithrahee] 2006) 
Noch besser gefällt mir aber diese Satz in der Schlussfolgerung: 
"Ich glaube an die Wahrheit meiner Gedanken."
(Quelle: 'Gedanken über die Religion und den Glauben', Seite 195 / bürgl. hrsg. v. Andreas H. Lux [Zor-El, Mithrahee] 2006) 
Seinem "[Glauben]" bin ich hiermit nachgekommen, denn einige "Aspekte" konnte er mir persönlich vermitteln bzw. ich vermittelte sie mir durch ihn und trage sie weiter (hinfort), insofern jemand seine Publikation lesen möchte. Ich gebe hiermit meine Empfehlung.
Zum Thema zurück. Das Wort "[Glauben]" ist ergo abgehakt. Es hat nicht ausschließlich etwas mit Religion zu tun, ob eine nach Schema personifiziertem Gott oder nicht.

"[Im Kopf]"... Der Kopf ist anatomisch über den Hals; unser Kopf hat viele Aushöhlungen: Mund, Nasenlöcher, Ohren, Augen. In der Dualität dieser Welt ist es seltsam, dass wir nur einen Mund haben, aber vielleicht ist dem auch nicht so. Wir sehen nur, was wir glauben, und doch wissen wir was wir sehen. Ist dem wirklich so?
Stellt euch ein Windrad vor. Nicht so eines, wie ich es abgebildet habe. Eines mit mehreren Rotorblättern/Flügeln; mit ganz vielen, sagen wir 20 oder so. Malt dieses Bild aus. Ich fahre derweil weiter fort mit meiner laut-schriftlichen Gedankenansammlung über die Wörtchen "[im Kopf]" speziell im Bezug zum "[Glauben]".
Die Aussage soll wohl darauf aufbauen, dass unter unserem Haupt das Gehirn sitzt, das Denkvermögen. Ergo ist der "[Kopf]" nur die Hülle. Und dort sollen wir also leise sinnen über Dinge, die da sind, waren oder werden. Wenn dem so ist, so glaube ich sehr oft am Tag. An vieles, an Menschen, an Tiere(n) und deren Vermögen meine stillen Gedanken einzufangen und sich dementsprechend zu verhalten, jetzt oder später. Sind meine Gedanken rein und stark, so brauche ich damit nicht "[beginnen]" darauf zu hoffen, dass sie eintreten werden, denn sie werden es. Was ich brauche ist Rück- und Vor-Sicht. Also vor-rausschauende und rückwertige Sicht. Vielleicht dient dafür auch stoische Gelassenheit. Wenn ich vor meinen Gedankenglauben "[beginne]" zu handeln, habe ich dann schon gedacht oder handele ich (ge)wissen(t)lich? Ein Beispiel soll helfen mich zu verstehen. Ich weiß aus Erfahrung oder sonst wo her, dass etwas nicht gut enden wird, wenn ich auf mein "[beginnendes Kopfglauben]" baue, welches sich nicht unmittelbar manifestiert, weil auch meine Gedanken nicht so schnell sind, dass sie so etwas zustande bringen würden. Auch ich bin gebunden an einen materiellen Körper, also nutze ich diesen um beispielsweise einen Hund davon abzuhalten eine Katze zu jagen. Körperlich. Es gäbe noch tausende Beispiele - ich verhindere, dass ein Kleinkind auf eine warme/heiße Topfplatte seine Händchen legt. Und so handele ich auch in Bezug auf mich. Ich erwarte von mir selbst mit sehenden statt mit geschlossenen Augen eine stark befahrene Straße zu überqueren.

Sehen beginnt also in uns, nicht durch unsere funktionierenden Augen(-höhlen). Fragt mal einen sehbehinderten Menschen, wie er das sieht.
Die Sehenden wollen aber trotzdem einen Gott mit offenen Augen erkennen. Okay, kein Problem. Dann komme ich zurück zum Windrad und schlussendlich zur Lösung der eingehende Frage: Warum kann man Gott nicht sehen?

Das vorgestellte Windrad mit den vielen Flügeln steht still, denn es ist windstill. Ein Windrad hat aber die Bestimmung sich zu drehen, im Wind eben. Ist es ein Windrad mit Funktion, wenn es steht oder sollte es das gar nicht (still stehen)? Wenn schwacher Wind weht, dann bewegen sich seine Rotorblätter langsam. Bei starkem Wind drehen sie sich so schnell, dass wir sie einzeln gar nicht mehr wahrnehmen können. Sie gehen für unsere Augen ineinander über. Das Windrad folgt seiner Bestimmung. Es dreht sich schneller, als wir denken können - oder anders ausgedrückt: seine Flügel bewegen sich schneller, als wir ihnen folgen können.
Das Windrad im Sturm ist Gott. Gott ist da, wenn sich seine Flügel bewegen. Gott ist auch da, wenn seine Flügel stehen, doch ist er/sie dann noch Gott in seiner Bestimmung? Soll er/sie für uns jedes Mal still stehen, nur damit wir sehen, wie er/sie sich durch Nichtstun manifestiert? Warum sollte das Windrad selbst bei starkem Winde seine Bewegungen so immens verlangsamt, nur damit wir es erkennen? Wäre es dann noch
ein Windrad - ja, aber wäre es dann noch eine sich-bestimmte/sich selbst bestimmende Wesenheit in/mit seiner Geschwindigkeit? - nein. 

Ein verquerter Blick zum Ende: Wenn eine Fliege einen Menschen verstehen will, sollen wir uns dann so schnell im Kreis drehen, damit wir auf ihre Geschwindigkeit der Gedanken kommen, nur für einen Moment, damit sie erkennt, wir sind eine gottmenschliche Fliege, auch wenn wir anders aussehen? Nein! Die Fliege weiß wer wir sind, auch wenn wir uns für sie noch so langsam bewegen. Sie braucht genauso wenig einen schnellen Menschen wie wir Menschen ein langsam sich drehendes Windrad.

Vielleicht sollten wir es mal mit anderen hohlförmigen Öffnungen versuchen...

"Und wenn sie gingen, hörte ich das Rauschen ihrer Flügel wie das Rauschen grosser Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, das Rauschen einer Volksmenge, wie das Rauschen eines Heerlagers. Wenn sie still standen, liessen sie ihre Flügel sinken."
(AT, Hesekiel 1, 24)

Medienfasten - Resümee

Selbstanalyse (Pt. 8b8)


"Dieser Spinner holt sich auf sein Gequatsche im Fernsehen einen runter."
(Zitat aus John Carpenter’s "They Live", dt. "Sie leben")

Vorausgehender Post vom 02.11.2012: Turn OFF the radio / Medienfasten: Beginn & Erklärung / alle Tage

Ja, so wie ein (Rowdy) Roddy Piper fühlte ich mich während meiner Woche Medienfasten. Und dieses Zitat trifft den Nagel auf dem Kopf. Wer den Film gerne sehen will - alles gratis auf YT und sogar in Deutsch.

Wer den Film echt nicht kennt, dem hilft Wikipedia gut weiter. Die Kurzfassung wäre, dass man durch die Gläser einer speziellen Sonnenbrille die Welt mit anderen Augen sieht.
Ich trage ja auch gerne Sonnenbrille, ob ich auch so eine Spezialanfertigung habe?
Nun ja, zumindest beim Medienfasten sah ich jetzt nichts Erschreckendes und bekam auch keine Kopfschmerzen. Es ging ja eher darum, sich quasi Auszunullen, Gehörtes oder andersartig Inspirierendes von sich abzuweisen, um seine eigene (Kre-)Aktivität zu erhöhen, mit eigenen Intentionen zu füllen oder gar (dies/e) bewusst zu senken. 

Mein Resümee ist, um es kurz zu machen, auf 3 Worte reduziert: ist optimal gelaufen.
Es war auch nicht sonderlich schwer, denn tagesaktuelles Geschehen in der globalen Welt hat mich noch nie sonderlich interessiert. Ich halte meinen Blick lieber klein. Leser bzw. Verfolger meines Blogs werden aber erkennen wissen, dass dieser kleine Winkel mehr als genügt, um mir ein Bild von unser Welt zu (ver-)schaffen, um Dinge anders zu sehen, zu hinterfragen und/oder sie auf meine Art aufzuzeigen. 

Und trotzdem fühlte ich mich in dieser Woche schnell wie ein kleiner Nada (der Hauptdarsteller) aus dem obigen Film. Interessanter war aber die unmittelbare Zeit danach, die mich auch veranlasste, diesen Blogposts erst so spät zu schreiben (rund 5 Tage sind nun vergangen). So störte mich das wenig Radio, das ich vom Wochenbeginn bis heute lauschte zusehendshörends. Auch die Tageszeitung legte ich angewidert von mir weg. Dabei ist es auch bis zum heutigen Tage geblieben. Und soweit ich mich persönlich einschätzen kann - und das kann ich ziemlich gut, denke ich -, wird es auch keine "Verschlimmbesserung" dahingehend geben.
D. h. konkret, ich werde meinen "Konsum" an Nachrichten durch Funk und Presse auch in der Zukunft deutlich einschränken. Und für den Fall einer Rückfälligkeit in alte Gewohnheiten werde ich mich an diesen unglaublichen Ekel erinnern, der mir in jener kurzen Zeit zuteilwurde.
Musik indes werde ich weiterhin hören, doch begrenze ich mich da auf Stücke, die mir entweder mit Emotionen vertraut oder solche, die textlos sind. Passende Lyrics zu Tönen aus der Retorte finde ich selbst, wenn es sein darf (nicht muss). 

Es war somit auch nicht überraschend, dass sich die eingestellten Videos wenig mit jenem vergilbten Zettel aus alten Zeiten deckten. Ich habe heute keine Ahnung mehr, wozu dieser einst dienen sollte, aber ich gehe stark davon aus, dass ich eine CD machen wollte, auf der nur meine Lieblingslieder sind. 
Was man alles "zufällig" findet, wenn man medienfastet, erstaunlich...

Zur Inspiration aus der Außenwelt kann ich allerdings heute nur wenig sagen. Ich weiß nur, dass es bei mir stets so war, dass meine größte Quelle dabei (und) bei mir selbst lag. Es sind die Träume. Meine gesamten Erkenntnisse belaufen sich darauf, entweder total oder bestärkend. Das Eintauchen in die Traumwelt ist für mich wie ein Gebet, eine Kontemplation der anderen Art. Meditation ist somit überflüssig oder dient keinem reinen Zweck. 

Es sind harte und ernüchternde Worte. Wer sich darauf einlassen möchte, darf im Blog gerne weiterstöbern. Kopfschmerzlose Zeiten gewährleiste ich aber nicht.
Und vielleicht fühlt sich der Leser/die Leserin dann auch so wie ein kleiner Nada, ein kleiner Rowdy Roddy Piper, dem ehemaligen schauspielendem Wrestler.


"Bruder, das Leben ist wie eine räudige Hündin; jetzt ist sie wieder heiß."
(Zitat aus John Carpenter's "The Live", dt. "Sie leben")

Medienfasten, Tag 6+7 - Lynne&Dylon

Selbstanalyse (Pt. 8b6+7)


Vorausgehender Post vom 02.11.2012: Turn OFF the radio / Medienfasten: Beginn & Erklärung / alle Tage

Den 6. Tag habe ich einfach mal verschlafen, das gehört auch zum Medienfasten. Dafür gibt es heute zwei Songs und eine Interpretation als Link, aber keine Lyrics und auch kein Zitat. 
Über Jeff Lynne [E.L.O.] und Bob Dylon (...) muss man ja eh nicht viel sagen. Sein 1965 erschienenes Lied "It's All Over Now, Baby Blue" sollte ja sowieso bekannt.


Meine persönliche Empfehlung
einer Interpretation wäre Tamaro, nicht nur weil ich ihn in der Bloggerwelt kenne:


Meine persönliche Zusammenfassung
zum Medienfasten kann bald hier nachgelesen werden:

Medienfasten, Tag 5 - Fall Guy

Selbstanalyse (Pt. 8b5)


"Ich habe kein Ego, und ein männliches schon gar nicht."
(The Fall Guy, 'Harte Pizza')

Vorausgehender Post vom 02.11.2012: Turn OFF the radio / Medienfasten: Beginn & Erklärung / alle Tage

Paul Anka war [auch mal beim Colt - Episode 50, Geldwäsche] gestern, heute kommt der Fall Guy, besser bekannt als "Der Colt für alle Fälle" - Lee Majors. 
Ja, auch ich habe mal "televisioniert". Beim Bestaunen dieser Serie war ich noch nicht in der Adoleszenz, doch sind meine Erinnerungen noch so klar, als ob es gestern gewesen wäre... 


Englischer Originaltext [Quelle]

Well, I'm not the kind to kiss-and-tell 
Bur I've been seen with Farah 
I've never been with anything less than a nine, so fine 
I've been on fire with Sally Fields, gone fast with a girl named Bo 
But somehow they just don't end up as mine 
It's a death-defied life I lead, I take my chances 
I die for a living in the movies and TV 
But the harderst thing I ever do is watch my leading ladies 
Kiss some other guy while I'm bandaging my knee

I might fall from a tall building 
I might roll a brand new car 
'Cos I'm the unknown stuntman 
That made Redford such a star

I've never spent much time in school 
But I taught ladies plenty 
It's true, I hire my body out for pay, hey hey 
I've gotten burnt over Sheryl Tiegs, blown up for Raquel Welsh 
But when I end up in the hay, it's only hay, hey hey

I might jump an open drawbridge 
Or Tarzan from a vine 
'Cos I'm the unknown stuntman 
That makes Eastwood look so fine

They'll never make me president but I've got the best first ladies. 
Some days I've got 'em as far as the eye can see. 
A morning dive with Jackie Smith, I crash in the night with Cheryl, 
But in the end they never stay with me.

And I might fall from a tall building so Burt Reynolds don't get hurt, 
I might leap a mighty canyon so he can kiss and flirt. 
While that smoth talker's kissin' my girl I'm just kissin' dirt, 
Yes, I'm the lonely stuntman that made a lover out of Burt.


Deutsche Übersetzung [eigenwillig]

Nun, ich will nicht angeben, aber ich hab's mir Farah (Fawcett) getrieben.
Auf ner Skala von 1-10 hatte ich nie ne Frau schlechter als ne 9.
Ich hab's mit Sally Fields getrieben und hart mit nem Mädel namens Bo.
Aber irgendwie hat's mir nie so ganz gereicht.
Ich geh dabei Risiken ein, aber ich nutze meine Chancen.
Ich sterbe gern in Film und Fernsehen, aber meinst trifft es mich hart, 
wenn ich meinen Mädels dabei zusehen muss, 
wenn sie andere Kerle küssen während ich mir meine Knie bandagiere. 

Mal falle ich von einem hohen Gebäude, mal überschlage ich mich mit einem brandneuen Auto. 
Denn ich bin der unbekannte Stuntman, der (Robert) Redford erst zum Star gemacht hat.

Ich verbrachte nie viel Zeit in der Schule, aber ich brachte den Mädels sehr viel bei. 
Ja, es ist wahr, ich verkaufe meinen Körper für Geld. 
Ich hab mich für Cheryl Teaks verbrannt, und mich für Raquel Welch in die Luft gejagt. 
Aber wenn ich dann (mit ihnen) im Heu lande, dann ist alles nur Heu, Hey-Hey!

Mal springe ich über ne offene Zugbrücke, mal schwinge ich mich wie Tarzan an ner Liane. 
Denn ich bin der unbekannte Stuntman, der (Client) Eastwood erst so gut aussehen lässt.

Die machen mich nie zum Präsidenten, aber ich habe die besten First Ladies. 
An manchen Tagen habe ich sie fast für mich allein.  
Am Morgen Tauchspielchen mit Jackie Smith, am Abend ein *** mit Cheryl. 
Aber am Ende lass ich sie doch wieder sausen. 

Mal springe von nem Hochhaus, damit Burt Reynolds sich nicht verletzt. 
Mal springe ich über nen riesigen Abgrund, damit er in Ruhe Knutschen und F*** kann. 
Während dieser Süßholzraspler mein Mädel küsst, küsse ich bloß Dreck. 
Ja, ich bin der einsame Stuntman, der aus Burt nen Frauenheld gemacht hat.


Das Original



"Alles sieht immer ganz düster aus, kurz bevor es völlig schwarz ist."
(The Fally Guy, Pilotfilm 'Eine Reise nach Arizona')

Medienfasten, Tag 4 - jazzy

Selbstanalyse (Pt. 8b4)


"Punk is musical freedom. It's saying, doing an playing what you want. [...]"
(Kurt Cobain, 24. September 1991)

Vorausgehender Post vom 02.11.2012: Turn OFF the radio / Medienfasten: Beginn & Erklärung / alle Tage


Seit so ungefähr jener Zeit, aus der das Zitat stammt, höre ich diese (ehemalige) Band, also nicht Paul Anka. Nichts gegen ihn, war seine Version doch irgendwie die "knuffigste" von allen. Was er kann, macht er gut - und das schon ein wenig länger, als ich Nirvana höre. 

Man kann im Zusammenhang mit Nirvana nicht von textlich anspruchsvollen Liedern reden, so weh es mir tut, das schreibend zuzugeben. Von daher erübrigt sich auch die Einstellung der Lyrics. Es gab aber indes unzählige Texte (und auch Songs), die eine Tiefe erahnen ließen. Beispielsweise "Oh Me". Andere Viele verschreckten mich allerdings beim ersten Erhören, wie z. B. "Heart Shaped Box". 
Um den Liedsänger von Nirvana post mortem zu verstehen, muss man entweder kein Englisch sprechen können oder den Versuch wagen, in sein Dasein einzutauchen. Beides empfehle ich heute jungen Leuten nicht mehr. Aber meine Generation (X) darf sich ruhig an der Musik mit Freude, Freunden, Liebe und dergleichen erquicken. 
Was mir am Album mit der nackten Wahrheit, dem abgelichteten schwimmenden Baby (und dem Geldschein am Angelhaken) als Cover, so gefiel: Es hat den Mainstream erschüttert. Und das Gesamtpaket wird noch in Jahren die Ohren vieler Menschen erreichen.
Forever 27 Club!

"[...] In Webster's terms, nirvana means freedom from pain, suffering and
the external world, and that's pretty close to my definition of punk rock."
(Kurt Cobain, 24. September 1991)


Medienfasten, Tag 3 - Neue(s) Weihnacht(en)!

Selbstanalyse (Pt. 8b3)


"Quand je le vis, mon coeur fut réjoui. Belle clarté resplendissait en Lui, 
tel le soleil, qui luit au matinet. Noël nouvelet, Noël chantons ici."
(Zusatzstrophe Noël Nouvelet, franz. Weihnachtslied)

Vorausgehender Post vom 02.11.2012: Turn OFF the radio / Medienfasten: Beginn & Erklärung / alle Tage

Es ist ein Vorurteil, denn nicht jeder Mensch mit Asperger-Syndrom ist so. Und doch könnte ich jeden Tag Weihnachtslieder hören, besonders anspruchsvolle, wie dieses, da Französisch nicht meine Muttersprache ist. Über Loreena McKennitt braucht man ansonsten nicht viel sagen - kennt ja jeder, oder?

Französicher Originaltext [Quelle]

Noël nouvelet, Noël chantons icy;
Dévotes gens‚ rendons à Dieu merci;
Chantons Noël pour le Roi nouvelet;
Noël nouvelet! Noël chantons icy!

En Bethléem‚ Marie et Joseph vy‚
L’asne et le boeuf‚ l’Enfant couché parmy;
La crèche était au lieu d’un bercelet.
Noël nouvelet! Noël chantons icy!

L’estoile vint qui le jour esclaircy‚
Et la vy bien d’où j’etois départy
En Bethléem les trois roys conduisaient.
Noël nouvelet! Noël chantons icy!

L’un portrait l’or‚ et l’autre myrrhe aussi‚
Et l’autre encens‚ que faisait bon senty:
Le paradis semblait le jardinet.
Noël nouvelet! Noël chantons icy!

En douze jours fut Noël accomply;
Par cinq vers sera mon chant finy‚
Par chaque jour j’en ai fait un couplet.
Noël nouvelet! Noël chantons icy!


Deutsche Übersetzung [Quelle]

Neues Weihnachten, Weihnachten singen wir hier;
Fromme Menschen, lasst uns Gott danken;
Singen wir Weihnachten für den neugeborenen König;
Neues Weihnachten! Weihnachten singen wir hier!

In Bethlehem, Maria und Joseph sahen
Den Esel und den Ochsen, das Kind dazwischen liegend;
Die Krippe anstelle einer Wiege.
Neues Weihnachten! Weihnachten singen wir hier!

Der Stern kam, der den Tag erleuchtete,
Und war gut zu sehen, wo ich abreiste,
Nach Bethlehem führte er die drei Könige.
Neues Weihnachten! Weihnachten singen wir hier!

Der eine brachte Gold, der andere auch Myrrhe,
Und der nächste Weihrauch das einen guten Duft machte:
Der Stall wirkte wie der Himmel.
Neues Weihnachten! Weihnachten singen wir hier!

In zwölf Tagen war Weihnachten vorbei;
Nach Fünf Versen ist meiner Gesang zu Ende,
Für jeden Tag machte ich einen Vers.
Neues Weihnachten! Weihnachten singen wir hier!


Englische Version
"Christmas Comes Anew"

"Als ich ihn sah, war mein Herz froh. Schönes Licht leuchtete in ihm,
wie die Sonne, die Mittags leuchtet. Neues Weihnachten! Weihnachten singen wir hier!"
(6. Strophe auf Deutsch)